Grundsätzliches

  • Voraussetzung zur Teilnahme an der Laptop-Klasse ist vor allem das Interesse für den Umgang mit dem Computer und den neuen Medien.

  • Die Schülerinnen und Schüler erhalten über die normale Stundentafel hinaus einen zusätzlichen Unterricht, in dem sie zunächst mit dem Laptop und den entsprechenden informationstechnologischen Grundlagen vertraut gemacht werden.

  • Anschließend werden sowohl im zusätzlichen Unterricht als auch in den anderen Fächern gemeinsame Projekte in den Bereichen Textverarbeitung und Multimedia (z. B. Kunst-, Deutsch-, Musik-, Geschichts-, Erdkunde- bzw. Politikunterricht) erarbeitet.

  • In der Laptop-Klasse wird der Laptop als Lernwerkzeug in möglichst allen Unterrichtsfächern eingesetzt, in denen es traditionellen Lernwerkzeugen überlegen ist. Hier wird das Interesse der Schülerinnen und Schüler an Informationstechnologie genutzt, um eine höhere Lernmotivation und bessere Lernergebnisse zu erzielen.

  • Aus Gründen der Technik und der Datensicherheit sowie des besseren Einübens kommt nur der gemeinsam gekaufte Laptop eines ganz bestimmten Software- und Hardware-Zuschnitts in Frage. Die Anbindung an die Technik der Schule erfolgt über schulische Einrichtungen.

  • Insgesamt erwarten wir in der Laptopklasse eine besondere Motivation, Leistungsbereitschaft und Zuverlässigkeit sowohl von Ihrem Kind als auch letztlich von Ihnen, um die Lernziele der Laptop-Klasse durch eine konzentrierte und disziplinierte Mitarbeit und häusliches Engagement gemeinsam erreichen zu können.

  • Aufklärung über die Gefahren, Risiken und die Sicherheit im Internet und den vernünftigen Umgang mit den neuen Medien ist in allen Fächern selbstverständlich und wird speziell im Fach Politik in der Jahrgangsstufe 6 vermittelt.

Darüber hinaus streben wir an:

  • Die Vorbereitung auf eine erfolgreiche Schwerpunktsetzung in der Mittel- und Oberstufe

  • Langfristig z. T. sehr gute berufliche Perspektiven in den informationstechnologischen Berufen und Berufen in den neuen Medien

  • Das Laptopprofil so auszubauen, dass der Laptop schon allein aufgrund seiner Einsatzmöglichkeiten von der Erprobungsstufe bis zur Oberstufe zum Einsatz kommt.

  • In der Mittelstufe wird der Einsatz über den Klassenverband hinaus forciert, hier ergeben sich Verwendungsmöglichkeiten im Bereich unserer anspruchsvollen Mittelstufendifferenzierung ab Klasse 8 (Medienakademie, BioMed , usw.)

  • Es muss den Schülerinnen und Schülern der Laptopklasse klar sein, dass es sich nur um ein einziges Profil handelt, das gleichberechtigt neben den anderen steht

Inhalte der Laptop-Klasse

  1. Die Schülerinnen und Schüler erhalten über die normale Stundentafel hinaus einen zusätzlichen Unterricht im Umfang von zwei Wochenstunden, in dem sie mit dem Laptop, dem Betriebssystem und den darauf installierten Programmen vertraut gemacht werden.

  2. Anschließend werden sowohl im zusätzlichen Unterricht als auch in den anderen Fächern gemeinsame Projekte in den Bereichen Textverarbeitung und Multimedia (z.B. Kunst-, Deutsch-, Musik-, Geschichts-, Erdkunde- bzw. Politikunterricht) erarbeitet.

  3. Durch die Vernetzung der Laptopklassen kann der Computer für die Recherche im Internet benutzt werden. Dadurch können jeweils breit gefächerte Informationen im Netz abgerufen und unmittelbar im Unterricht nutzbar gemacht werden.

  4. Konsequentes Arbeiten mit der Unterrichtsplattform „Moodle“, die ganz unterschiedliche Funktionen haben kann, von der Verteilung von Textmaterial bis hin zu Testverfahren.

  5. Einsatz von Textbearbeitungstechniken, die mit einer Textverarbeitung leicht zu realisieren sind. Markieren, Exzerpieren, Textmaterial neu zusammenstellen, präsentieren usw.

Beispiele für den konkreten Unterrichtseinsatz

Deutsch

  • Arbeit mit der Stiftung Gutenberg (Sammlung von literarischen Werken, z.B. der Märchen der Gebrüder Grimm, Fabeln usw.), Anfertigen von „Mindmaps“ u.a. zur Überprüfung des Textverstehens, Präsentationen mit „Keynote“, Arbeit mit der Textverarbeitung „Pages“.

  • Drehen kurzer Filmsequenzen, Vertonungen, Interviews (lassen sich mit Hilfe der eingebauten Kamera leicht führen).

  • Der Computer als Arbeitsknecht: Mit Hilfe des Laptops lassen sich Rechtschreibübungen machen, Grammatikübungen u. dergl.

Mathematik

  • Arbeit mit speziellen Mathematikprogrammen wie GeoNext zur Konstruktion von Körpern in Geometrie, oder Einführung in die Handhabung von Koordinatensystemen, Arbeit mit einem Tabellenkalkulationsprogramm (Excel, Numbers).

Englisch

  • Vokabelprogramme, „Mindmaps“, Hör-/Verstehensübungen, Podcasts ermöglichen einen frühen Einsatz von originalsprachlichen Hörtexten im Englischunterricht. Mit Hilfe des Laptops können selbst Podcasts hergestellt werden. Selbstverständlich kann der Laptop auch bei bilingualen Modulen in anderen Fächern zum Einsatz kommen.

  • Der Computer als Arbeitsknecht: Erledigung von Einsetzübungen zur Behebung von Schwächen im Bereich der Grammatik

Musik

  • Einsatz des Programmes NotePad für eine professionelle Notation

Erdkunde

  • Arbeiten z.B. mit Google Earth, Erstellen von Diagrammen mit „Numbers“, Präsentation des außerschulischen Lernortes Ingenhamshof

Informatik

  • Einführung in das Programmieren am Beispiel einer „Turtle“ orientierten Programmiersprache (ACSLogo)

Bestimmte Anwendungen und Techniken lassen sich in allen Fächern benutzen, wer z.B. einmal Kenntnisse im Bereich der Präsentation erworben hat, kann diese überall anwenden.

Grenzen des Einsatzes im Unterricht

Die ständige Evaluierung durch die Klassenteams hat auch einige Grenzen des Computer Einsatzes im Unterricht zu Tage gefördert.

  • Der Computer bleibt immer dann ausgeschaltet und wird konsequent nicht eingesetzt, wenn die anderen Ziele der Schule gefährdet sind. Das Max-Planck-Gymnasium bekennt sich ausdrücklich zu kooperativen Lernformen, gruppendynamischen und sozialen Lernprozessen. Denen steht der Umgang mit dem Computer manchmal im Weg. Immer dann, wenn das Lernen sich nicht, wie von der Schule intendiert, vollziehen kann, werden im Unterricht Phasen eingebaut, in denen bewusst auf den Computereinsatz verzichtet wird.

  • So hat sich, um der Vereinzelung vorzubeugen, ein System bewährt, das auf kooperativen Lernformen, gruppendynamischen und sozialen Lernprozessen basiert, sich aber die mit dem Computer möglichen Dinge (Informationsbeschaffung, Präsentation usw.) zunutze macht.

  • Den Schülerinnen und Schülern muss verdeutlicht werden, dass es auch andere Wege zum Ziel gibt, dass z.B. die Informationsbeschaffung auch anders erfolgen kann, dass Arbeitstechniken mit oder ohne Computer die gleichen sind und bleiben.

Ausblicke

Vor Beginn des Schuljahres 2009/10 haben die im Laptop-Profil unterrichtenden Lehrerinnen und Lehrer sich darauf verständigt, den Laptop auch in der Jahrgangsstufe 7 im bisherigen Umfang in den einzelnen Fächern einzusetzen. Das Laptop- Profil ist also keinesfalls auf die beiden ersten Jahre der Erprobungsstufe begrenzt.

Durch die konsequente Fortsetzung der Arbeit in Klasse 7 wird eine Brücke gebaut zur Mittelstufendifferenzierung mit ihrem Angebot. Im Rahmen dieser Mittelstufendifferenzierung kann dann der Laptop in den unterschiedlichsten Fächerkombinationen eingesetzt werden.

Der Ausbau des schuleigenen Netzes umfasst jetzt drei Klassenräume, die auch kurzfristig entsprechend bestuhlt werden. In den letzten zwei Jahren hat sich gezeigt, dass die traditionelle Bestuhlung den kooperativen Lernformen in einer Laptopklasse nicht gerecht werden kann. Die technische Ausstattung umfasst zentrale Deckenbeamer bzw. Smart Boards.
Die im Profil arbeitenden Lehrerinnen und Lehrer sind sich bewusst, dass das Laptop- Profil, wie alle anderen Profile auch, ständig evaluiert werden muss, um Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Hinweis:

Link zum Thema "Informationen der Polizei zu Computerkriminalität"
polizei-nrw.de/duisburg/kriminalpraevention/computerpraevention-1